Bewegung

Offensichtlich habe ich wieder einmal längere Zeit vergessen, dass ich ein Weblog habe. Und ich gebe zu, ich hab mich ziemlich erschreckt, als ich heute hier rein kam und das Blog noch in Weihnachtsstimmung vorfand. Es war mir nicht bewusst, dass ich so lange nicht hier war. Auch wenn das Weblog still stand, so hat sich mein Leben natürlich dennoch weiterbewegt.

Nach langer, selbst auferlegter Abstinenz des belletristischen Schreibens, habe ich im letzten Jahr spontan ein Schreibprojekt begonnen, ich nenne es mein „Just-for-fun“ – Projekt. Ein Kurzroman soll es werden, ca 90 Seiten, ein einfacher simpler Liebesroman, ohne großen Anspruch, rein unterhaltend. – Ich schreibe völlig ohne zeitlichen Druck und  Zwang, nur wenn ich wirklich Lust drauf habe. Manchmal Monate lang kein einziges Wort, manchmal in zwei Stunden sechs Seiten in einem durch. Ziel ist nicht das fertige Werk später zu publizieren, Ziel ist : „es zu tun“ , es zu schreiben.

Vieles im Leben können wir durch „einfach tun“ positiv beeinflussen, ändern, wenn wir es möchten, manches lässt sich nicht beeinflussen, kann man eher nur „aussitzen“, bis es sich von selbst verändert, und einiges müssen wir leider als gegeben hinnehmen, weil es nicht zu ändern ist.

  • Ich bin in diesem Jahr 55 Jahre alt geworden. Das ist nicht zu ändern, nehme ich als gegeben hin, es ist eben so, wie es ist. Und ich habe auch kein Problem damit. Im Gegenteil. Ich bin innerlich gereift innerhalb des letzten Jahres. Ich grüble nicht mehr ständig über Dingen, die ich eh nicht ändern kann, lebe wieder mehr im Hier und Jetzt. Und das tut mir gut.
  • Zu Beginn 2015 musste ich einige Monate Arbeitslosigkeit „aussitzen“, ehe eine Bewerbung erfolgreich war. Seit 1 Jahr bin ich nun wieder in Arbeit, in einem Versandhandelsunternehmen beschäftigt, kommissioniere und verpacke Aufträge. Mein Jahresvertrag ist vor kurzem um ein weiteres Jahr verlängert worden. Das freut mich sehr. Ich arbeite sehr gerne dort.
  • Ich bin innerlich ruhiger, gelassener geworden, bin zufrieden. Dennoch spüre ich momentan den Wunsch nach Veränderung. Inwiefern kann ich selbst nicht deuten. Es fühlt sich an, wie eine Art von Unrast, einem Drang mich mehr  bewegen zu müssen, zu wollen, verbunden mit Neugier auf Erkundung, doch in welche Richtung, ist mir noch nicht klar.

… und ich grüble auch nicht darüber nach, lasse dem Gefühl einfach seinen Raum, sich zu entfalten, zu entwickeln. Genieße es generell Bewegung  zu spüren, in welcher Form auch immer, denn sich bewegen heißt leben. Leben ist Bewegung.

 

 

 

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Weihnachtsgrüße

Ich wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest

und einen guten Start ins neue Jahr.

Gesegnete Weihnachten

Liebe Grüße,

Wally

 

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Draußen

Obwohl ich den Balkon nicht betrete, sondern vorm äußeren Rahmen der geöffneten Küchentür rauche, spüre ich, trotz Steppjacke an, sofort die nasse Kälte vom Scheitel bis in die Zehenspitzen kriechen. Eklig, ´uselig´ ist das Wetter heute. Gestern war es auch kalt, aber anders kalt, es ´roch nach Schnee´, war trocken-kalt. Das fand ich angenehmer.

Meine Balkonpflanzen sind nun unansehnlich braun geworden, nur die Petunien grünen noch. Im Frühjahr werde ich alle Balkonpflanzen zurückschneiden, vielleicht habe ich Glück und sie erwachen noch mal in Grün und Blüte… Und vorher muss ich den Balkon aufräumen, die Stürme der letzten Wochen haben Spuren hinterlassen, ich werde einiges entsorgen müssen… Zeit hätte ich genug, um hier klar Schiff zu machen .. aber .. nun, ja…vielleicht am Wochenende, oder nächste Woche, oder … seufz

Es macht nicht wirklich Spaß im Winter draußen zu rauchen. Doch seit wir im letzten Sommer drinnen längst fällige Tapezier- und Anstricharbeiten durchgeführt hatten, erklärten wir die Wohnung zur nikotinfreien Zone. Seitdem rauche ich zuhause nur noch auf dem Balkon.  .. Zugegeben, es fiel mir nicht leicht, von jetzt auf gleich mein Rauchverhalten so drastisch umzustellen. Es war in den ersten Wochen ein steter innerer Kampf, es durchzuhalten. Doch seither ist ein halbes Jahr vergangen, und ich rauche  immer noch nur auf dem Balkon. Bin sehr stolz auf mich, diesen Kraftakt geschafft zu haben. – Und nun soll, jüngsten Pressemeldungen zufolge …. eventuell auch noch das Rauchen auf dem heimischen Balkon verboten werden? Ja, hallo?  Gehts noch?

Erst werden wir aus sämtlichen öffentlichen Räumen zum Rauchen nach draußen geschickt, in manchen Städten muss man sich sogar draußen in einen markierten Kreis zum Rauchen stellen, wie ein Aussätziger .. innerhalb der Mietwohnung darf nur noch geraucht werden, wenn gewährleistet ist, dass kein Hauch von Zigarettenrauch ins Treppenhaus dringt, und nun sollen wir auf dem Balkon auch nicht mehr rauchen dürfen? – Ich versteh die Welt nicht mehr. Als Raucher wird man immer weiter ins Abseits gedrängt, drinnen wie draußen stehen wir „draußen“.

Die Zigarette ist aufgeraucht. Meine Finger sind nun steif vor Kälte, die Zehen auch. Ein Tässchen Kaffee wär jetzt schön… schnell die Küchentür zu, Jacke aus. Wieder rein ins Warme. …

ach .. wenn doch schon wieder Frühling wär … sehnsüchtig guck

 

 

 

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Festgefahren

Der Verstand sagt Ja

Der Bauch sagt Nein, so nicht

ich hasse es in diesem Zwiespalt zu sein

wieder mal

festgefahren.

Das Leben ist kein Wunschkonzert,

bin bodenständig genug

dies mit einzubeziehen

in meine Gedankengänge

– doch wo liegt meine Grenze

der Akzeptanz,

Toleranz

ist da noch Raum nach oben, oder

bin ich an der Grenze angekommen, oder ..

bin ich schon darüber hinaus

…Ellbogen ausfahren und kämpfen?

mein Verstand sagt Ja

mein Bauch sagt Nein, so nicht

– festgefahren.

 

 

 

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The days after * * * *

Am Tag danach erwachte ich mit einem Lächeln im Gesicht, einem Unfassbarkeit-Gefühl im Hirn und großer Freude im Herzen. Es ist noch die Nachwirkung der langen Fußballnacht, dachte ich.
Doch auch heute, am zweiten Tag danach, ist mir das freudige Lächeln noch wie eingebrannt. Eine solche Nachhaltigkeit der Freude habe ich in meinem bisherigen Leben selten erlebt.
Deutschland ist Fußball – Weltmeister, nach 24 Jahren ist es endlich wieder geschafft, zum vierten mal, unfassbar die Freude über den vierten Stern  * * * *  🙂 . Und wir können sagen: wir waren dabei, wir haben es miterlebt.

… Einfach herrlich mit anzusehen, wie unsere Weltmeister gerade ihren Siegeszug durch Berlin fahren, jetzt sind sie gerade am Brandenburger Tor angekommen. ..

König Fußball hat es geschafft: Deutschland jubelt, Deutschland feiert, vereint in der Freude. Es ist unwirklich, fantastisch, was in Berlin nun abgeht.
Danke an unser deutsches Fußballteam, für dieses wunderbare Gefühl! 🙂

… und sorry für diesen Überschwang hier im Blog, aber ich musste das einfach schnell hier raus lassen. Denn so lang, lang ists her, ich hatte nicht mehr dran geglaubt, jemals noch mal einen deutschen WM Titel miterleben zu dürfen.

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Zu Gast bei Sarah „im Dunkeln“

Schmaler Eingang doch, trotz der Enge, Charakteristik pur. Erstaunt weiten sich meine Augen. 70er Jahre Feeling streichelt mich.
Ein Mann steht in der Enge des kurzen Flurs, lächelt uns an. Erst jetzt sehe ich das Pult hinter dem er steht – und das kleine Schild mit Eintrittspreis, so unscheinbar daran befestigt, als wolle es die Atmosphäre nicht stören. Ich entrichte für mich und meine Tochter den Obulus zum Eintritt. Dann gehen wir ein paar Schritte weiter.

Links geht es in eine Art Vorraum. Wir gehen hinein. Der Raum ist klein , mit Couch, Tisch , ein paar Stühlen, Kühlschrank, und die Atmosphäre des Eingangs setzt sich hier wunderbar nahtlos fort.
Wir begrüßen Sarah. Doch zum Plaudern bleibt nicht viel Zeit. Denn wir sind spät dran, wegen dem ungeahnt langen Fußmarsch vom Auto bis zum Aachener „Leerzeichen“ . Nur noch fünf Minuten bis zum Beginn der Lesung. Wir haben Durst, besorgen uns als erstes was zu trinken. Ich muss noch schnell die Toilette aufsuchen. Sarah zeigt mir , aus der Tür raus links, geradeaus, sind nur ein paar Schritte.

70er Jahre Feeling auch hier im kleinen Toilettenraum, eine Art „Checkpoint-Charlie“ Ambiente, geht mir spontan durch den Kopf, interessiert, neugierig rast mein Blick über die Wände, gerne würde ich die Fotos, Postkarten, genauer betrachten, doch die Zeit drängt. Schnell gehe ich zum Vorraum zurück.

„Ich werde heute nur zwei Geschichten lesen“, klärt mich Sarah auf, „aber beide dauern jeweils ca 40 Minuten, zwischendurch mit kleinen musikalischen Pausen.“ Ich bin gespannt. Wir betreten nun den angrenzenden kleinen Leseraum. Nachdem alle ca 20 Gäste einen Sitzplatz eingenommen haben geht es los.

Sarah sitzt vor den Stuhlreihen links an einem kleinen, schlichten Lesetisch, rechts von ihr ein größerer Tisch, dunkel abgedeckt, dort sitzt der junge Mann, der ihre Geschichten mit Tontechnik untermalen wird. Hinter den Beiden ein großes Fenster, es nimmt die ganze Wandbreite ein. Einem Schaufenster ähnlich, gibt es von außen den Blick nach innen frei … aber ebenso auch von innen, den Blick nach außen … so dass die hohen, eng aneinander gebauten alten Häuser und die schmale Straße sich wie ein Kulissenbild hinter Sarah und dem Musiker einfügen, vervollständigt durch die schlichte Fensterdekoration zum Lesemotto „Im Dunkeln“ – eine beeindruckende Atmosphäre geschaffen schon bevor das erste Wort gelesen ist. Klasse.

Es ist kurz nach 20 Uhr. Das große Fenster durchflutet den kleinen Raum noch mit hellem Tageslicht. Doch die Helligkeit nehme ich schon bald nicht mehr wahr …

Sarah führt uns mit Worten in eine Höhle, erst noch mit kargem Lichtschein, doch schon bald wird es düster, dann stockdunkel, schaurig, spannend, verwirrend. Durchgehend untermalt vom Musiker mit gekonnter Tontechnik und hoher Intensität, Respekt vorm Text und viel Gefühl zum Detail – so dass ich auch während der hin und wieder eingeschobenen ein bis zwei minütigen Lesepausen weiterhin in der Höhle gefangen bleibe, den Schauplatz nicht verlasse.
Als Sarah uns am Ende der Geschichte aus dem Dunkel der Höhle wieder sanft zurück ins Licht zieht, fühle ich mich wie „gerettet“, der quälenden Finsternis entkommen, wieder geborgen im Licht. Und nicht nur vor meinen Augen ist es wieder hell – auch der Inhalt der Geschichte lichtet sich nun, die Pointe klar und deutlich, erst jetzt am Ende .. typisch für Sarahs Schreibstil,  gekonnt gewebt.

Nun gibts erst mal eine kurze Pause. Die einen bleiben sitzen, die anderen stehen auf, frische Getränke holen, bißchen die Beine vertreten. Ich nutze die Pause um noch mal „Checkpoint-Charlie“ aufzusuchen, erledige nicht nur mein dringendes Bedürfnis, sondern lasse meinen Augen gleichzeitig freien Lauf beim Betrachten der Wände, deren Behang mich schon beim ersten Aufsuchen so neugierig machte.

Bald geht es weiter, der zweite Teil der Lesung beginnt.

Nach dem Abenteuer in der Höhle führt Sarah uns in völlig anderes Terrain: in die entspannte Ruhe eines Schlafzimmers. Dass die Geschichte nicht in dieser anfänglichen Entspanntheit ihren Gang nehmen würde, ist uns Zuhörern natürlich klar. Doch der Verlauf der Geschichte hat uns , denk ich, alle überrascht. Und wer vorher dachte, dass „Im Schlaf“ nicht wirklich viel passieren kann, wird nun von Sarah eines Besseren belehrt.

Wellenartig zieht sie uns von einer Turbulenz in die nächste, mal amüsant, mal schockierend. Vom Musiker wieder feinfühlig in allen Ebenen begleitet. Mit einem völlig unerwarteten Ausgang der Geschichte, der mir im Moment das Herz stocken lässt.

Die Lesung ist zu Ende. Applaus füllt nun den kleinen Raum.

Applaus für die Autorin, ihre Geschichten, ihre super Vortragsleistung, Applaus für den Musiker, seine intensive, sensible Tonbegleitung, Applaus für die stimmige Räumlichkeit, die Atmosphäre … hier hat wirklich alles gepasst. Respekt.

Meine Tochter ist ebenso begeistert wie ich. Für sie war es ein erstes Eintauchen in eine andere (Lese-) Welt, und sie fand es „so anders, irgendwie merkwürdig und doch voll cool“ . Und wir sind uns einig: wenn es zeitlich möglich ist, sind wir bei Sarahs nächster Lesung gerne wieder dabei.

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Carpe diem

In jungen Jahren erschienen mir Menschen über 50 unendlich alt. Was haben die noch vom Leben? fragte ich mich, glücklich, noch weit von diesem Alter entfernt zu sein, mir diese Frage für mich noch nicht stellen zu müssen.

Als ich 50 Jahre alt wurde, stellte ich mir jedoch diese Frage gar nicht, denn das war nicht nötig – sie hatte sich von selbst beantwortet, im Laufe der Zeit: was man vom Leben `noch hat´ , begründet sich nicht am Alter der Lebensjahre, sondern findet im Kopf und im Herzen statt. Und dies entscheidet jeder für sich selbst. Mir ist an mir aufgefallen, dass sich meine Lebenseinstellung in den letzten Jahren einfach so geändert hat, unbewusst.

„Carpe diem“ – nutze den Tag, lebe ich nun bewusster … auf meine eigene Weise. Setze mir Prioritäten jeden Tag neu, ärgere mich aber nicht mehr, wenn mich die „Verschieberitis“ heimsucht, sondern lasse sie gewähren. Meine Freizeit verbringe ich überwiegend mit Entspannung, nur noch zu etwa dreißig Prozent mit `dringend nötigen Erledigungen´, lästige Hausarbeit regle ich zwischendurch – … als kleine Pausen zwischen meinen Entspannungsphasen … was andersherum wohl eher üblich ist, vielleicht ist es auch sinnvoller innerhalb der Hausarbeit kleine Entspannungspausen einzulegen, aber ich mache das eben andersrum. .. – okay, ich war noch nie „üblich“, kein Regel-Mensch, aber hab lange gebraucht, um dazu zu stehen. Heute kann ich das. Und ob die Hausarbeit am Stück oder scheibchenweise erledigt wird, entscheide ich eben jeweils aus dem Moment heraus, ich kann damit gut leben.

Mir ist die seelische, körperliche Entspannung nun zur obersten, feststehenden Priorität geworden. Mag sein, dass es das Leben selbst war, dass es mich erkennen gelehrt hat, durch die Turbulenzen der letzten Jahre, eine Achterbahnfahrt, mit mehr Kurven, als ich manchmal ertragen konnte, überwiegend nach unten fahrend, selten ein Stück nach oben, kaum eine Chance mal ruhig durchzuatmen. – So genieße ich heute jede Möglichkeit zur Entspannung. Im Bewusstsein, wie wertvoll ruhige Zeiten sind. Bin dankbar dafür.

Dankbar auch dafür, heute meinen 53. Geburtstag erleben zu dürfen. Ja, dankbar, tatsächlich. Noch nie hab ich mich über meinen Geburtstag im Innersten so gefreut, wie heute, so als hätte ich eine Hürde genommen, etwas Besonderes erreicht. Ein neuartiges Gefühl für mich. Basierend auf dem Gedanken, dass viele Menschen ihren 53. Geburtstag nicht mehr erleben dürfen, vorher sterben, durch Unfall oder Krankheit. Eine Erfahrung, die ich in den letzten Jahren, im Bekanntenkreis, leider mehrfach machen musste.

Carpe diem .. nutze den Tag …

Heute ist wenig Wind draußen, angenehmes Wetter. Auf dem Balkon schwingt die Wäsche sanft und entspannt vor sich hin. Meine Balkonpflanzen hängen voll mit Knospen! Herrlich, schön. Alles noch Pflanzen vom letzten Sommer, durch den milden Winter haben alle überlebt… Mit guten Bedingungen kann auch das Schwache wieder stark werden und erneut in Schönheit erstrahlen.

Die Sonne scheint gerade, so schön glitzernd und warm … nicht nur mein Gesicht lächelt, sondern auch meine Seele

nanu .. nun verschwindet die Sonne schon wieder, starker Wind setzt ein

… doch mein Lächeln bleibt 🙂

… Carpe diem

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Wo ein Ende, ist immer auch ein Anfang

Das Blog verwaist

Das Hirn so schwer

Nun halt Papier geduldig still

weil ich heut was schreiben will

…….  ……  …..  …….  ……..  ….

Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür, das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Natürlich gab es auch schöne Momente. Überwiegend aber war das Jahr für mich geprägt von quälenden Ängsten und Sorgen, Verzweiflung, und war , und ist für unsere Familie durchzogen von tiefer Trauer um zwei liebe, sehr nahe stehende Menschen, die in diesem Jahr unerwartet im Abstand von wenigen Monaten von uns gegangen sind, und die wir schmerzlich vermissen.

Ich spüre in den letzten Tagen sehr, wie die Last des gelebten Jahres mich zerdrücken will, an Körper und Seele, und denke: gut, dass dieses Jahr nun bald vorbei ist, denn

wo ein Ende, ist immer auch ein Anfang, auch wenn es weh tut.

Auch wenn Schmerz und Trauer des alten Jahres mich noch in den Start begleiten werden, so wird der Beginn des neuen Jahres dennoch auch ein Gefühl von Leichtigkeit bringen, die alles Neue mit sich bringt. Ein neues, junges  Jahr, dem ich entgegensehe mit

.. Zuversicht, dass unsere Familie auch wieder Freude erleben wird,

.. Hoffnung, dass die Rückentherapie, die ich ab Januar kriege mir vielleicht anhaltende Schmerzlinderung und wieder mehr Beweglichkeit verschafft

.. Neugier, auf meinen neuen Arbeitsbereich, der mir endlich den lang erhofften Arbeitsvertrag beschert hat, geltend ab Februar, wenn auch nicht so formuliert, wie ich es mir erhofft hatte. Aber Sicherheit gebend, das es weiter geht,

– und ebenfalls sehe ich dem neuen Jahr entgegen

… mit dem unerschütterlichen Glauben daran, dass die Sonne immer wieder scheinen wird.

In diesem Sinne für euch alle

Frohes Fest : 0

und einen guten Start ins neue, junge, noch unbeschriebene Jahr 2014.

 

 

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Ungeklärte Verhältnisse

Sie hatte sich für dieses Jahr viel vorgenommen, es sollte endlich mal wieder alles perfekt sein. Doch schon in wenigen Wochen wäre es soweit, der Start nahte in großen Schritten, und nun stellte sie erschrocken fest, dass ihr die Basis für ihr Vorhaben fehlte. Konnte es sein dass  – kalter Schweiß trat ihr auf die Stirn – …  alleine der Gedanke daran, dass sie zu spät dran war, ihren Einsatz verpasst haben könnte verursachte ihr Atembeschwerden. Sie konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Nein, das konnte doch nicht sein!  Oder, doch … ?
Alle Anzeichen sprachen dafür. Leider .Denn der Himmel war grau, der Wind kalt,  und auch der viele Regen war typisch dafür.

Frau Sommer war untröstlich. Vermutlich war sie so in ihre Vorbereitungen vertieft gewesen, dass sie ihre eigene Saison verpennt hatte, heul. Und nun? Auch das Gespräch zur Übergabe hatte  nicht, wie üblich, einige Wochen vorher stattgefunden. Frau Frühling hatte weder bei ihr angeklopft, noch sich sonst irgendwie gezeigt. Hatte sie das Klopfen von Frau Frühling überhört? Oder .. hatte etwa Frau Frühling ebenfalls ihre Saison verpennt?
 Nun konnte sie sich auch das Geheule von Herrn Herbst erklären, das sie schon seit Tagen hörte, obwohl sie es eigentlich um diese Zeit noch gar nicht dürfte hören können, weil Herr Herbst eigentlich noch meilenweit entfernt sein müsste. … Die Wahrheit war wohl eher, dass Herr Herbst durch den Ausfall von Frau Frühling und Frau Sommer früher dran war als sonst, die Lücke füllen musste, denn es musste ja irgendwie weitergehen, darum heulte er auch ständig: “ Warum schon wieder ich, warum so früh, hab doch eigentlich noch Urlaub?“

– Doch alles Grübeln half nun nix, eine Lösung musste her. Schnell! Zu groß die Befürchtung, dass Herr Herbst sich nach kurzer Zeit schnell wieder in seinen eigentlichen Urlaub zurückflüchten wollte und dass Herr Winter sich gerne dazu berufen fühlen würde vorzeitig ins Land zu stapfen, dabei hatte er  seine eigene Saison in diesem Jahr eh schon noch mehr als üblich überzogen, weil er mal wieder zu spät in die Hufe gekommen war. Und durch seine ausgedehnte Saison war Frau Frühling wohl vor lauter Warten in den Dämmerschlaf gefallen und so geriet alles noch mehr durcheinander.

Frau Sommer seufzte. Es nützte nix, der Jahreszeitenrat musste einberufen werden. Unverzüglich. Die Verhältnisse mussten schnellstens geklärt werden!

***********************

… und ich hoffe, sie werden schnell geklärt, seufz. Ich sitze hier in eine Decke gemummelt, niese, huste, trinke Tee, als wäre Herbst .. während auf meinem Balkon die Frühlingsblumen blühen, drinnen die Heizung bollert als wäre es Winter, und im Kleiderschrank Short und T-Shirts auf ihren Einsatz warten. Stöhn. – Sorry für eventuelle Stil-, Form-, Rechtschreibfehler. Ich musste mir den Frust mal schnell von der Seele schreiben, bevor ich gleich zur Arbeit fahre.

Alles Liebe euch,

von Wally 🙂

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Und plötzlich ist alles anders

Manchmal sagen viele Worte gar nichts

doch  manchmal sagt ein einziges Wort alles – und plötzlich ist alles anders.

Es gibt Zeiten, in denen das Leben dich in Riesenschritten weiterschiebt, so dass kaum Zeit zum Atmen bleibt – doch nun urplötzlich scheint das Leben still zu stehen, gefangen im Moment                                                                                                                                       dann empfindest du an manchen Tagen Stille als beängstigend – an anderen Tagen wirken Stille und Schweigen beruhigend, sind das, was du nun brauchst                                                                                                                                                                  für den einen kann der Abschied eine Befreiung sein – doch für die anderen bringt er Zeiten der Trauer

denn plötzlich ist alles anders.

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